WAS GENAU WAR DIE DEMOKRATIE-KAMPAGNE EIGENTLICH?
Die Demokratie-Kampagne hatte das Ziel, allen Bürgern ganz praktisch zu zeigen, wie direkte Demokratie funktioniert, schließlich ist dieser Aspekt das absolute Alleinstellungsmerkmal der Partei dieBasis (Dokument 6). Das Konzept hatte vorgesehen, alle knapp 40 Mio. Haushalte in Deutschland vor der Bundestagswahl bis zu dreimal mit sogenannten Abstimmungsunterlagen zu versorgen. Nur knapp 160.000, leicht aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zu finanzierende Euro Druckkosten wären dafür insgesamt angefallen. Die knapp 30.000 Mitglieder hätten pro Kopf ca. 1.300 Briefkästen zu versorgen gehabt, um 100% der Bevölkerung zu erreichen. Auch Teilmengen wären bereits ein sehr großer Erfolg gewesen.Darüber hinaus hatte das Demokratie-Kampagnen-Team ein digitales Abstimmungs-Tool entwickelt, das der Bevölkerung ermöglichte, lokal, aber auch national über bestimmte Sachfragen abzustimmen. Die erforderlichen Webseiten und Abstimmungsunterlagen, das Abstimmungs-Tool, passende Plakate, Flyer, Social-Media- und Video-Inhalte waren ausgereift und einsatzbereit. Hier wird die Kampagne von Markus Bönig ausführlich vorgestellt (Video: Die Vorstellung der Demokratie-Kampagne für den Schwarm).Nachdem das Demokratie-Kampagnen-Team bereits knapp 5.700 Basismitglieder direkt per Video (Video: Die Demokratiekampagne von der Partei dieBasis) und weitere 1.000 Mitglieder über den Podcast zur Kampagne (Podcast: Die Demokratiekampagne von der Partei dieBasis) informiert hatte, galt es nur noch, alle weiteren Basis-Mitglieder in mehreren großen Zoom-Veranstaltungen ins Boot zu holen, um starten zu können. Eine umfangreiche Konzeption lag allen Funktionsträgern der Basis schriftlich vor (Dokument 7). Die Einladung sollte am 29. Juni per Mail versandt werden.
Ende März 2021 – nur ziemlich genau 6 Monate vor der anstehenden Bundestagswahl – gab es in der Partei dieBasis noch keine Wahlkampfstrategie und auch kein Wahlkampfteam. Die Partei war in wenigen Monaten auf knapp 30.000 Mitglieder angewachsen, die Mitglieder einte die Ablehnung der übergriffigen Handlungen des Staates in der Corona-Krise. Allen war klar, dass nur über politische Mandate eine echte Einflussnahme möglich sein würde. Die Teilnahme an der Bundestagswahl war daher für einen Großteil der Partei wichtig.
Als Landespressesprecher des Landesverbandes Niedersachsen versuchte damals Markus Bönig, mögliche Macher und Mitstreiter, die bereit und in der Lage waren, einen wirksamen Wahlkampf zu organisieren und durchzuführen, in der gesamten Partei zu finden und zu koordinieren. Es gründeten sich die AG Außenkommunikation sowie die AG Landespressesprecher, um die externe Kommunikation zu verbessern und untereinander abzustimmen. Nach wenigen Wochen entstand die AG Wahlkampagne, die sich schließlich den Namen AG Demokratie-Kampagne gab. Gruppensprecher bzw. Leiter der Gruppe wurde Markus Bönig.
In dieser Zeit führte ich mit weiteren Strategen in der Partei mehrere Workshops durch, um die Zielsetzungen und vor allen Dingen das Profil der Partei zu identifizieren, die vielen kursierenden Konzepte zu konsolidieren, die Akteure zu einem produktiven Miteinander zu bewegen und damit eine Grundlage für eine Wahlkampfstrategie zu entwickeln. Die Positionierung der Partei die Basis war dafür ein wichtiges Dokument, das weiterhin topaktuell ist (Dokument 8).
Basierend auf diesen Überlegungen arbeitete das frisch formierte, nun hochmotivierte Team dann zügig die Demokratie-Kampagne aus, auch als Lüneburger Modell bekannt, und begann ganz praktisch mit der Umsetzung der vielen Marketing-Materialien.
Ein damals sehr drängendes Problem war die anstehende Impfung von Kindern mit Corona-Impfstoffen. Wir sahen als neu gegründetes Team hier sofortigen Handlungsbedarf und entwickelten daher noch im April die erste Informations-Webseite. Unter dem Namen „Kinder in Gefahr“ war die Seite auf www.kinderingefahr.de zu finden, musste dann aber – obwohl parteiintern abgestimmt – aufgrund nachträglicher Interventionen und Verschleppungsversuche durch den Bundes- und Gründungsvorstand abgeändert werden auf www.freie-impfentscheidung.org. Mit knapp 7 Wochen Verzögerung konnte die Webseite dann endlich Ende Mai live gehen. Hier hatte sich zum ersten Mal gezeigt, wie leicht es für Blockierer in der Parteispitze war, wichtige Projekte zu stoppen, zu verhindern und zu stören.
Innerhalb von 90 Tagen war die gesamte Strategie der Demokratie-Kampagne konzipiert und mit einem Team von rund 40 Parteimitgliedern praktisch umgesetzt worden. Die entstandene Kampagne war die große, die einzige Chance für die Partei dieBasis, um bereits im Jahr 2021 in den Bundestag einzuziehen.
Weitere Informationen über den Aufbau und Demontage der Basisdemokratie findet Ihr unter https://www.restart-democracy.org/2023/11/16/warum-die-demokratie-kampagne-unbedingt-verhindert-werden-musste/
Die Idee war sicherlich gut. Die Finanzierung hatte ich anders in Erinnerung. Wenn man dann davon ausgeht, dass ca. 10 % (realistische Zahl in den KVs) der Mitglieder mitgemacht hätten, dann hätte jedes aktive Mitglied 13000 Briefe verteilen müssen. Das ist eine andere Hausnummer.
Vielleicht ist jetzt die Zeit dafür gekommen. Damals stand noch Corona als Hauptthema im Vordergrund. Jetzt täte es der Partei gut auch andere Themen zu bearbeiten. Das Lüneburger Modell muss aber auf die neue Zeit überarbeitet werden - und vor allem breit Konsensiert sein.
Das Lüneburger Modell
Weisst Du noch, was das Abstimmungstool war?
Nach meiner Erinnerung gab es keine Abstimmung sonder lediglich eine einfache Umfrage (ist problemlos mit Limesurvey machbar)
Ah, ok, danke!
Das ist besonders wichtig, um gut ins EU-Parlament zu kommen, und ebenso, um für die nächsten Kommunalwahlen z.B. 2024 in NRW, bekannter zu werden
Meinte: Kommunalwahl NRW in 2025